EINE KLEINE HERBSTLICHE NOKTURNE

Der September strahlt. Manche Menschen strahlen auch und das gelbgoldene Laub bringt ihnen die Sicherheit des voranschreitenden Jahres, das sich langsam zum Ende neigt und zu bilanzieren beginnt. Eine Zeit, in der wir allmählich sehen, wie wir gelebt und was wir geschafft haben, woran wir stolz sind und woran nicht.

Der erste Schulmonat

Der September strahlt aber der Sommer altert und die Schüler drücken schon wieder die Schulbank, erholt von den Ferien. Ja, der Sommer altert in der Tat, genauso wie sie, genauso wie letztes Jahr, genauso wie jedes Jahr. Alle sind älter geworden. Wir auch. Das Kalenderjahr neigt sich zu seinem Ende. Die Schule beginnt und mit ihr ein neuer Lebensabschnitt für alle Beteiligten. Manche gehen zum ersten Mal in die Schule, in den Kindergarten – es kommt die Zeit der Veränderungen für Eltern und Großeltern, die auf die Kleinen aufpassen. Die Schule ruft: Macht euch bereit, denn es kommen wieder Hausaufgaben, feste Zeitpläne, Ordnung, Regelmäßigkeit und Lernen!

Schau zu, das Du was wirst

Als die Großmutter früher sagte: Was du in den jungen Jahren lernst…, hatte sie Recht. Die jungen Jahre sind die beste Zeit zum Lernen, obwohl auch die Seniorenuniversität nicht ausgeschlossen ist. Alles mit voller Kraft zu machen – das sollten nicht nur die Erstklässler sondern auch Studenten und Erwachsene. Wer nichts kann wird nichts und wer nichts weiß, lebt nur ein halbes Leben. So sollten wir uns nach dem Motto richten: Wenn du schon einmal bist, dann schau zu, dass du auch was wirst.

Hektische Zeit birgt auch Gefahren

Das übermäßige Streben danach jemand zu sein, besonders gut und einzigartig, ist jedoch ein trügerischer Irrweg des Wissens und der Unwissenheit, der Kenntnisse und der Vergessenheit. Übermäßiges Anstrengen kann im höchstens Kopfschmerzen, Angstzustände und Burn-Out-Syndrom hervorrufen. Unter der Arbeitssucht und der Jagd nach unerfüllten Träumen können die Sicherheiten im Leben wie ein Kartenhaus zusammenstürzen. Es reicht nur ein Windhauch. Haben Sie Stress? Wer hat denn keinen! Nehmen Sie eine Tablette, trinken Sie genug Wasser und schlafen Sie sich aus. Oder versuchen Sie es mit Singen und Lachen.

Wenn es Menschen nicht zum Lachen zumute ist

Da ist ein Rat teuer – ja, oft kommt einem das Lachen nicht über die Lippen und die Augen werden feucht vor lauter Verzweiflung. Zu viel Arbeit, Aufgaben, Verpflichtungen walzen uns nieder, dass es der Mensch kaum aushalten kann. Dagegen muss etwas unternommen werden. Das schlimmste ist, wenn es einfach ZU SPÄT ist. Der späte Herbst ermahnt uns zum Nachdenken und Besinnen über einer heißen Tasse Tee, wenn es draußen stürmt und regnet. Es riecht nach Herbstdepression aber auch dieses Ungetüm kann man bekämpfen. Sogar im Herbst oder im Winter.

Unsere Herzen sind wie wärmende Öfen

Das Beste ist, etwas zu finden, das unsere Herzen erwärmen kann. Etwas, was unsere Augen zum Lachen bringt und unsere Seele erfreut. Diesen besagten Schalter der Freude, des Optimismus, der Gemütlichkeit und der Ruhe. September strahlt, wie es nur der Altweibersommer kann und gleich danach kommt Oktober mit dickem Pullover und warmer Mütze. November verstreut das Laub in alle Himmelsrichtungen und Dezember beschert uns den Winter und spricht zu uns: „ICH BIN ZWAR DER LETZTE MONAT IM JAHR ABER DU, MENSCH, LEBE MIT LIEBE IN DEINEM HERZEN WIETER…!“.

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